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Wie meine Hose nicht mit auf Weltreise kam – Spontan und minimalistisch reisen mit Kind

Eines schönen Morgens im April weckt mich meine Freundin Josi mit den Worten: „Olaf, wir müssen nach Bali“. Ich hoffe jedenfalls, dass das, was dort gräulich durch die Fenster unserer Berliner Wohnung in unser Schlafzimmer sickert, Morgenlicht und nicht Mogellicht ist. Als ich meine schlafverkrusteten Augen endlich halbwegs öffne, sehe ich, dass unsere kleine Tochter noch selig schläft. Das ist immer verdächtig. Ein guter Morgen beginnt mit einem kleinen Fuß im Gesicht, der mir energisch vermittelt, dass jetzt aber wirklich und ultimativ endlich Zeit zum Aufstehen ist. Kinder – die wunderbaren Alarmwecker der Natur.

Umso misstrauischer blicke ich unter meiner Decke hervor. Ich weiß weder, wo Bali ist noch wieso wir vor der Dämmerung dort hin müssen. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich das alles nicht nur träume.

Genau sieben Wochen später stehe ich ohne Hose am Flughafen von Düsseldorf und wundere mich. Also, ich habe schon etwas an; aber meine Ersatzhose liegt in einer Kiste im Keller unserer Wohnung, die jetzt für zehn Monate an ein interkulturelles Pärchen untervermietet ist. Dass es meine Beinkleider nicht mit auf Reisen geschafft haben – übrigens genauso wenig wie zwei meiner ursprünglich mal fünf T-Shirts – liegt daran, dass ich zu viele Hosen und T-Shirts besitze.

 


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